soziale Gesundheit e.V.   für den ganzen Menschen
 

Gerontologisches Case und Care Management

Die Gerontologie charakterisiert die vierte und letzte Lebensphase als die Phase  zunehmender biologischer Abbauprozesse,  die mit einem steigenden Risiko für geistige und körperliche Einbußen verbunden ist. Es ist vielfach so, dass auch bei besten gesundheitlichen Voraussetzungen mit zunehmender Hochaltrigkeit die Wahrscheinlichkeit, in naher Zukunft hilfs- und pflegebedürftig zu werden, ansteigt.

In dieser vierten Lebensphase hat der gealterte Mensch oft bereits eine lange Zeit der sozialen Deprivation und der verringerten Alltagskompetenzen erlebt. Der Stress durch erlebtes Versagen in der Alltagbewältigung, das Wissen um die Belastung der Angehörigen und auch die Scham, Hilfe zu suchen, nehmen zu.

Daher beginnen wir mit der Sozialberatung möglichst schon vor Eintritt unseres Klienten in diese vierte Lebensphase, wenn seine Kompetenzen für Entscheidung und Handlung noch weitgehend vorhanden sind.

Diese noch in der Zukunft liegende Lebensphase bereiten wir gemeinsam mit dem Klienten vor, so dass wir - noch weit vorausschauend - in Ruhe und ohne jeglichen Stress, all die Dinge besprechen können, die die vierte Lebensphase ausmachen. 

So bleibt unserem Klienten genug Zeit, die Dinge des Lebens so zu ordnen und zu organisieren, wie es seinen eigenen Wünschen entspricht. Die Beratung führen wir gern gemeinsam mit den Angehörigen oder Freunden des Klienten durch. So lernen auch die Angehörigen frühzeitig den stressfreien Weg durch den Dschungel der Behördenstellen und Pflegeeinrichtungen kennen und sind von der Last des Unbestimmten und von überfordernden ad hoc-Entscheidungen befreit. 

Folgende Prinzipien, die wir anwenden, stärken die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit hochbetagter Menschen in der vierten Lebensphase:

  • Erfassung der Bedürfnisse
  • Klärung der einzelfallbezogenen Situation
  • Priorisieren der wichtigsten Themen für den betroffenen Menschen
  • Aktives und empathisches Zuhören und Verständnis
  • Verständliches Erklären von verschiedenen Angeboten
  • Ernst nehmen der Ängste und Sorgen
  • Präsenz und Erreichbarkeit
  • Zusammenarbeit mit Angehörigen oder Bekannten
  • Bau eines sicheren sozialen Netzes aus Versorgung und Pflege


Unsere Mitarbeiterin vom Besuchs- und Betreuungsdienst (BDD) bei einer Klientin

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