soziale Gesundheit e.V.   für den ganzen Menschen
 

Wer wird unsichtbar?

Armut, Einsamkeit und Erkrankungen können Menschen von der sozialen Gemeinschaft isolieren. Sie laufen Gefahr unsichtbar zu werden und durch das soziale Netz zu fallen. Wenn Stress und Sorge zunehmen, können sich physische und psychische Krankheiten verschlimmern.

Wer uns braucht

2015 lebten in Berlin-Lichtenberg mehr als 14.000 über 80-jährige Menschen. Davon hatten fast 80% keinen anerkannten Pflegegrad. 24% dieser hochbetagten Menschen lebten völlig auf sich gestellt allein in ihrer Wohnung.

Armut, Einsamkeit und physische oder psychische Erkrankungen sind Faktoren, die betroffene Menschen von der sozialen Gemeinschaft isolieren können.

Diese Faktoren können einander bedingen und sich gegenseitig verstärken. Mit zunehmendem Lebensalter gewinnen sie an negativer Bedeutung: Die Betroffenen können sich keinen Rat suchen und bekommen keine Hilfe für die Bewältigung ihres Alltages. Sie treten nicht mehr in Erscheinung und werden  in der Gesellschaft unsichtbar.

Viele der älteren Patienten haben keine Kontakte mehr außerhalb ihrer vier Wände. Die für viele Menschen normal gewordenen Kommunikationswege über Internet und social Media sind für sie keine Option und daher bekommen sie auch wenig Informationen darüber, wie Hilfen für die Bewältigung des Alltags erlangt und finanziert werden können. So wird beispielsweise oft  aus Nicht-Wissen, Angst vor dem Behördengang und manchmal auch aus Scham ein Pflegegrad für sich selbst oder für Angehörige nicht beantragt, so dass die Versorgung durch einen Pflegedienst gar nicht in Anspruch genommen werden kann. Unsere betroffenen Mitbürger finden sich einem circulus vitiosus ausgesetzt: physische Unterversorgung, soziale Deprivation und Überforderung im Alltag wirken aufeinander ein und führen zur stetigen Verschlechterung der körperlichen und psychischen Gesundheit. Bei sozialen und psychosozialen Problemen muss aber rechtzeitig interveniert werden, damit der davon Betroffene sie nicht mit der Verschlimmerung seiner psychischen und physischen Gesundheit „bezahlen“ muss.

Es ist unser Ziel, das Angebot der sozialen Hilfe für den ganzen Menschen allen Lichtenberger Mitbürgern zur Verfügung zu stellen.

Die demografische und soziale Entwicklung vieler weiterer Berliner Bezirke zeigt, dass der Bedarf für unsere Arztpraxisinterne Sozialberatung mit Case und Care Management in Zukunft wachsen wird. 

Die Lebensqualität vieler unserer hochbetagten Mitbürger kann durch Beratung, Begleitung und Betreuung verbessert werden!

 

Eine Patientin resümiert:
Hätte ich eine solche Beratung eher bekommen, wäre ich nicht so krank geworden.“


 




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